30. Dezember 2009
Es ist fast Silvester und hier ist mein persönlicher Rückblick.
Der Urlaub war toll, der Sommer hat mir Erholung gebracht. Ich dachte, ich habe die Ruhe gefunden.
Der Start in die Arbeit war aber fürchterlich. Am Anfang gleich mein altes Projekt. Alle alten unguten Gefühle kamen zurück. Nichts war wirklich besser geworden. Und wieder war meine Bitte um Verstärkung im Orkus verschwunden. Nur gut für mich, dass ich da schon nach drei Wochen wieder raus war. Ich glaube, es hätte sonst keine zwei Monate gedauert, bis ich wieder fertig gewesen wäre. (Nun ist es mein Nachfolger
)
Dann kam aber der Projektwechsel. Auch hier schon wieder komplizierte Situationen - aber meine Rolle ist anders. Stehe einerseits zunächst wieder “im Glied” und habe dadurch die Gelegenheit, mich fachlich zu betätigen. Keine PM Aufgaben, sehr angenehm. Endlich Dinge, wo ich das Gefühl wiederfinde, etwas zu können. Der Beweis/die Bewährung steht aber noch aus 
Aber mittlerweile bin ich auch schon wieder in verschiedene Kleinkrisen verwickelt. Noch schaffe ich es, weniger zu arbeiten. Und Zeit für Familie und mich zu haben. Aber ich merke schon, wann die alte Unruhe wieder anspringt: Wenn ich denke, wir wiederholen Fehler. Und dann bin ich immer noch sehr schnell k.o… Es stimmt scheinbar doch: man braucht so lange raus, wie zuvor rein.
Mal schauen, wie es wird, wenn wir Tester erst mal richtig dran sind.
Bis dahin: immer mit der Ruhe!
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1. September 2009
Nun hat die Schule wieder angefangen und auch die Arbeit lockt wieder… aber bin ich wirklich so weit? Montag soll es wieder losgehen.
Bin ich zurück “in der Ruhe”? “Normal”?
Es geht ja eh nicht anders, aber ich möchte eigentlich noch nicht wieder voll einsteigen. Ich habe mich gut erholt, habe aber deutlich Angst vor dem Rückfall in alte Verhaltensmuster. Die ganze Familie profitert von der entspannten Ursula, nicht nur ich. Und bisher habe ich noch kein bischen Langeweile gehabt. Und es gibt immer noch viel zu tun zuhause.
Aber ist das Modell “Hausfrau” etwas für mich? Nein überhaupt nicht. Wenn ich nur anfange, über das Testen nachzudenken, kriege ich wieder Lust… Aber wenn ich an die Stimmung im Büro denke, den systematischen Stress…
Und “normal” will ich gar nicht werden. Vielleicht das als Vorsatz: Bleibe “Ursula-normal”, d.h. mache das, was richtig für Dich und Deine Lieben ist…. Und lerne, was es ist…
Und werde selbstsicherer. Denke nicht immer, die anderen können das besser.
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27. August 2009
Nach ein paar Tagen Garten und Haushalt und Schulvorbereitung… habe ich heute mal wieder einen Tag mir frei genommen und bin fleissig geradelt. Zunächst fast bis Kayhude auf dem Alsterwanderweg - wunderschöne Natur und fast überall gut fahrbar.
Dann Über Wiemerskamp zum Duvenstedter Brook, den ich leider einmal umrundet habe, da ich die Abfahrt auf den Radweg verpasst hatte… nun ja, ich wollte ja radeln, und es ist wirklich schön im Duvenstedter Brook. Aber ohne Karte sollte man wirklich ncht losfahren, manchmal fehlen die Radwegschilder.
Vom Brook aus bin ich zum Bredenbeker Teich gefahren. 2,50€ Eintritt für nur mal kurz body tunken hatte ich dann keine Lust. Das Strandbad sieht aber ganz ok aus. Aber eher etwas für alte Leute wie mich 
Der Weg nach Hause über Volksdorf war zunächst nicht so fahrradgeeignet, später aber dann schön. Nur taten mit mitlerweile die Beine weh. Bin ca. 40km gefahren (geschätzt aus Fahrtzeit und vermuteten 17km/h Durchschnitt)… Hat Spass gemacht, die einzeitlich geformte Natur hier ist auch sehr schön!
Heute Abend war ich mit Frauke in “Maria, ihm schmeckt es nicht”. Es war ganz nett, aber nicht so lustig wie erwartet. Da hat mir “Mamma Mia, der Film” besser gefallen (schon alleine wegen Pierce Brosnans Silberschläfen und behaarter Brust! Seuuuufffffzz!)
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22. August 2009
So, nun der Abschluss des Berichts. Ich bin mittlerweile wieder zuhause in HH, geduscht und sauber 
Die Radtour war noch weiterhin recht schön. Von der Müritz aus (Boeker Mühle) sind wir dann am Dienstag, nachdem wir das schreckliche Gewitter der Nacht doch fast trocken überstanden hatten, Bis zum Woblitzsee nördlich von Wesenberg gefahren. Auf jenem Campingplatzz blieben wir dann zwei Nächte, um am zweiten Tag wieder eine Tour ohne Gepäck zu machen, diese führte uns nach Neustrelitz. Auf dem Weg haben wir wieder einen tollen Badesee gefunden und genutzt.
Am Donnerstag war es dann wahnsinnig heiss. Wir wollten zurück nach Carpin und auf dem Weg noch unbedingt den Fürstenseer See ausprobieren, der uns von den Einheimischen empfohlen wurde. Aufgrund eines Tipps haben wir dann auch den Badestrand der Einheimischen im Wald gefunden - der Sand war toll, das Wasser klar, Erik ist lange getaucht, um die Fische zu beobachten, von denen es viele gab! Dieser See war wirklich der schönste auf der Tour. Der Weg zurück in die Zivilisation war wieder einer der anderen Art… was alles so als Weg in der Karte eingezeichnet war!
Dann bei Bernadette bis Samstag geblieben, viel gequatscht, gegessen, und mit den Tieren herumgemacht. Wir sind alle mal geritten, aber ich es kann es nicht mehr. Kutsche fahren heute hat mir mehr Spass gemacht…
Und die Quintessenz des Urlaubs: Würde ich es noch mal machen? Es war recht anders geworden, als ich es erwartet hatte, außer das Schlafen auf der Isomatte, das genau so blöd war, wie erwartet. Und wir haben jeden Tag mindestens einmal geschwommen - nur 200m Kraul konnte ich nicht messen, ob ich es jetzt kann…
Da das Wetter aber insgesamt mitgespiet hat und wir bis auf den Ausrutscher im Internetcafe uns ganz vom Welttrubel ferngehalten haben, war es sehr erholsam. Ja, ich würde es nochmal machen, aber dann lieber mit Dirk!
Übrigens gibt es ein paar wenige Bilder auf Facebook…
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18. August 2009
nach ein paar Tagen Tipppause nun ein kurzer Update aus einem Internetcafe vom Zeltplatz…
Wir zählen nun Tag 9 der Tour. Vorweg in kurz: die Natur ist wirklich schön aber nicht alles, was sich Radweg nennt, ist einer. Die Bandbreite rangiert da von wunderbaren Teerwegen mitten durch die Natur bis hin zu Sandwegen mit treibsandartigem Untergrund, der bestimmt schon manchen Radtouristen verschlungen hat. Auf jeden Fall haben wir viel kürzere Strecken gefahren als geplant, zwischen 15 und 25km, dann waren wir groggy….
Hier ein kurzer Abriss der gefahrenen Strecke:
Montag 11.8.:von Carpin nach Feldberg (Camping am Bauernof) - schreckliche Sandwege, aber zum Glück sehr schöne Natur.
Dienstag, 12.8.: von Feldberg nach Lychen (Wurlsee - der schönste Badesee)
Mittwoch: Lychen - Ahrensberg am Drewensee.
Donnerstag: Ahrensberg bis Canow, dort blieben wir 2 Nächte, da wir einmal ein Tag Zweierkajak fahren wollten. Das war anstrengend!!!
Samstag dann bis Granzow bei Mirow. Super Badestrand! Haben hier noch einmal das einer Kajak versucht. Die Dinger mit Steueranlage sind gutzu fahren, aber Erik schwächelt etwas…
Sonntag bis zur Boeker Mühle. Erik im Sandburgenhimmel, hat 5h an einer Sandburg gebaut….
Montag: Tagesausflug per Rad nach Waren - der schönste Radweg bisher. Abwechlungreich und gut zu fahren. Zurück per Schiff…
Dienstag: Bis zum Woblitzsee. Campingplatz Havelberge. Sehr schön…
Weiteres beim nächsten Eintrag…
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7. August 2009
heute nicht nur den Rasen gemäht und die Hecke geschnitten, sondern auch die Radtour vorbereitet. Es geht alles drauf auf das Fahrrad. Aber ganz schön wackeliges Fahren hinterher…
Sonntag geht es los zu Bernadette! Wir freuen uns schon.
Dirk ist ganz zufrieden mit der ersten Woche beim neuen Job.
Auch so und zur Literatur: Las bis gerade “Der Alchimist” von Paolo Coelho. Besonders gefallen hat mir der Gedanke: “Die Entscheidungen waren nur der Anfang von etwas. Wenn man einen Entschluß gefaßt hatte, dann tauchte man damit in eine gewaltige Strömung, die einen mit sich riß, zu einem Ort, den man sich bei dem Entschluß niemals hätte träumen lassen”. Geht euch das nicht auch manchmal so?
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5. August 2009
Ohhh, ich glaube, ich bin langsam doch eher braun als rot… heute erhärtet im Moskau (für Nichtkenner: das Freibad in Osnabrück). Für Arno: ich schaffe jetzt wieder 100m Kraul am Stück. Und 25m Delphin…
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3. August 2009
Nach drei Tagen feiern mit bis zu 22 Leuten etwas erschöpft und sicher noch dicker… beim Joggen heute hatte ich das Gefühl, extra viel schleppen zu müssen….
Die Hochzeit von Christoph und Lori war wunderschön, werde später im Facebook ein paar Bilder posten… Musik, Geschenk, und Hochzeitszeitung kam gut an, Stimmung war prima. Aber ich fürchte, unsere Familiencombo wird pubertätsbedingt nun schrupfen, dabei hat Mama doch auch bald Geburtstag…
Heute und morgen fahren die letzten Gäste, Dirk hat heute seinen ersten Arbeitstag bei T-Systems… Vor 4 Wochen hätte ich den Trubel schwer ertragen…
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29. Juli 2009
Nach morgentlichen Wolken 16 sm gesegelt und beim Ankern viel vom Boot aus geschwommen. Das ist immer wieder ein Highlight des Sommers. War so starke Strömung, dass man mit leichten Brustschwimmen gerade nicht abgetrieben wurde. 0,5m Seegang. Und ganz klares Wasser, man konnte die Krebse 3 Meter tiefer erkennen…
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29. Juli 2009
Erinnerung, was ist das? Lese gerade von Umberto Eco “Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana”; in dem Buch geht es unter anderem darum, dass der Protagonist aufgrund eines Schlaganfalls alle emotionale Erinnerung verloren hat. Nun versucht er in einer großen Menge von Dachbodenfunden, seine Erinnerung wieder zusammenzubauen. Und hat große Angst vor der “berichteten” Erinnerung - denn woher weiss man ob die durch andere erzählte Erinnerung, also die Geschichten oder Bücher oder Dokumente gegossene, die eigene wahr Erinnerung auch gewesen wäre.
Ich meine: auch die eigene Erinnerung ist nie komplett wahr. Das Hirn macht sich da immer was zurecht - je nachdem, in welchem Zustand das Erlebnis aufgenommen wurde und was danach passiert. Zum Beispiel: Der erste Blick in die blitzenden Augen eines Mannes, das erste Gespräch - wird doch ganz anders erinnert, je nachdem, ob man später diesen Mann liebt oder nicht. Auch ist der Zeitraum wesentlich In sofern wäre selbst ein von sich selber niedergeschriebener Bericht zum Beispiel ein Tagebucheintrag nur ein Teil der Erinnerung: “Habe XYZ kennengelernt. War der erste Mann, der mehr reden konnte als ich. Fand ich lustig”. Aber die Gefühle, die wirklich dahinter entstanden waren, sind beim Lesen nach 2 Wochen oder wie jetzt nach über 20 Jahren Zusammensein doch verschieden. Welche Erinnerung ist wahr?
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